Die Globalisierung gehört zu den schwierig
einzukreisenden Begriffen. Die Schwierigkeit ihm ein Geburtsdatum zu
geben bezeugt davon. In einer
ersten Phase implizierte sie offensichtlich eine Reisezeit von mehreren Tage, sogar von
mehreren Monaten. Dies beschreiben wir mit dem Begriff "Globalisierung
des Transports". Seit der Erfindung des Telegraphen verkehren die Nachrichten
schneller als die Boten. Man konnte
folglich die Globalisierung an die Verwendung der neuen
Kommunikationstechnologien binden und von einer "Globalisierung der
Telekommunikation" sprechen. Diese analytische Unterscheidung ist Gegenstand
dieses Artikels.
Schlagworte
:
Kommunikation, Globalisierung, synchron,
Telekommunikation, Zeit, Transport.
©
2002 - Martin Bouchard -
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Dieser Artikel bezieht sich auf die Fernsehbehandlung der
Präsidentschaftswahlen in Uruguay im November 1999. Die sehr
außergewöhnliche Lage dieses Landes bildet eine Bremse für
die Demokratie und den Pluralismus in den Massenmedien im
allgemeinen, und besonders für das Fernsehen. Eines der
beiden analysierten audiovisuellen Dokumente zeigt
unzweideutig auf, daß das uruguayische Fernsehen und einige seiner
Journalisten oft parteisch sind, wenn sie eine Volksbefragung
analysieren, und daß die verschiedenen Stimmen, die die Nation
zusammensetzen, dort kein Echo finden.
Schlagworte
:
Uruguay, Demokratie, Pluralismus, Fernsehen, Wahlen
©
2002 - Alexandra Dans -
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Die Frage der Gleichheit findet sich im Zentrum der Problematisierung von Demokratie
öffentlichem Raum; seit dem griechischen Altertum, wo die öffentlichen
Angelegenheiten innerhalb der Agora zwischen Gleichen
behandelt wurden - wobei Frauen und Sklaven
ausgeschlossen blieben - bis zum modernen öffentlichen Raum,
wo die Ausgrenzung lange Zeit stattfand unter dem Vorwand, daß
allein der von wirtschaftlichen und anderen Zwängen befreite
Bürger fähig sei, seinen Verstand im Namen der Gemeinschaft einzusetzen. Im Rahmen dieses Artikels
bringen wir die Frage der Gleichheit in Verbindung mit dem
Gebrauch des Internets zum Zwecke der Teilnahme am
öffentlichen Raum zur Sprache. Wir interessieren uns sowohl für den
kollektiven Gebrauch an Hand der Untersuchung der Webseiten
von Organisationen, als auch für den individuellen Gebrauch an Hand der
Teilnahme an Diskussionslisten. Der öffentliche Raum,
der durch diese Verwendungsweisen des Internets entsteht, wird
progressiv für eine größere Anzahl von Gruppen und von Personen
zugäanglich, aber er akzeptiert ebenfalls stärkere Ungleichheiten
zwischen diesen. Man begreift somit, dass die militanten
Organisationen, die für eine Reduktion der Ungleichheiten in der
Welt kämpfen, ihre gemeinsame Aneignung des
Datennetzes in Frage stellen.
Beschreiber: Demokratie, Internet, läßt
Öffentlichkeit, Gleichheit, Ungleichheiten, Gebräuche, Zugänge
Abstand, militantisme.
Schlagworte
:
Demokratie, Internet, öffentlicher Raum, Gleichheit, Ungleichheiten, Gebrauch, Zugang, Militantismus.
©
2002 - Éric George -
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Im Rahmen der technologischen Konvergenz, ermöglichen
die Informationstechnologien den Medien interaktive
Gebrauchsweisen. Diese stehen im Zentrum der Überlegungen dieses
Textes. Das Konzept der Interaktivität wird zuerst unter dem
linguistischen Gesichtspunkt der Aussage in Betracht gezogen, das
heißt der Aktualisierung im Dispositif vorhandener Vor- Aussagen durch
den Benutzer. Die Anwendung des Modells des diskursiven Austausches
auf interaktive Multimedia beweist dann, anstatt von Interaktivität.
eine einfache Reaktivität. Die Analyse wird im Bereich der
theoretischen Informatik fortgesetzt, die zum Teil diese erste Art von
reaktiver Interaktivität auf die algorithmische Struktur der
Verzweigung bezieht. Die zwei Argumente, ein linguistisches für eine
nicht reaktive Intervention des Benutzers und ein informatisches für
die Bedeutung der algorithmischen Struktur der Wiederholung, lassen
uns auf eine andere Art der Interaktivität schließen, die nicht auf
die Initiative des Dispositifs zurückgeht, sondern seitens des
Benutzers in seinen eigenen Beiträgen zu den Aussagen wirksam wird.
Schlagworte
:
Interaktivität, Aussage, Informatik, Linguistik,
Algorithmik, technologische Konvergenz, Web, CD-ROM
©
2002 - Jean-Thierry Julia -
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Inwiefern kann die Kolonisierung der politischen
Erfahrung als die Fähigkeit des modernen Kapitalismus, verschiedene
Aspekte politischer Erfahrung in Handelsbeziehungen zu verwandeln,
betrachtet werden; nicht nur die Wahlteilnahme oder die
Bildung der Wahlabsicht, sondern auch diskursive Produktionen über
die Informations- und Kommunikationstechniken, die individuellen
Repräsentationen und Verhaltensweisen, und die " Taktiken " oder
Praktiken des Konsums? Ausgehend von der Einführung industrieller Anliegen
und der Logik des Marketings in den politischen öffentlichen Raum,
untersuchen wir anhand des Beispiels der "Bürgerinformationsportale"
die Hypothese der Kolonisierung der politischen Erfahrung, verstanden
als die Vereinheitlichung und serielle und industrielle Produktion
einer politischen Erfahrung, die vom Bürger-Verbraucher mithergestellt
wird und die in eine Mechanik der Rationalisierung durch den Diskurs
und der Normierung durch die Informations- und Kommunikationstechniken
integriert ist. Letztere sind selbst von einer Logik des Marketings
und den Strategien des Handels durchzogen.
Schlagworte
:
Bedürfnis, politische Kommunikation, politische
Erfahrung, Logik des Marketings, technische Rationalität, Gebrauch.
©
2002 - Marin Ledun -
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